Lichtburg Saal

Männer, die auf Ziegen starren

USA 2009, 93 Min.;Regie: Grant Heslov; mit Ewan McGregor, George Clooney, Jeff Bridges, Kevin Spacey, J.K. Simmons; FSK ab 12 Jahre

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Herrlich absurde Groteske mit Ewan McGregor, George Clooney und Jeff Bridges.

 


Kinotrailer von Filmtrailer.com

Unglaublich, aber wahr: Die US-Armee trainiert übersinnliche Jedi-Krieger. Diese oder eine ähnliche Schlagzeile wittert der Kleinstadt-Reporter Bob Wilton (Ewan Mc- Gregor), als er in Kuwait die Bekanntschaft mit einem gewissen Lyn Cassady (George Clooney) macht.

Bis dahin waren seine Versuche, als Embedded Journalist in den Irak zu reisen, nicht gerade von Erfolg gekrönt. Die Ablehnung seiner Einreise reihte sich dabei in die Misserfolge jüngster Vergangenheit ein. Misserfolge die darin gipfelten, dass seine Frau sich von ihm trennte und ausgerechnet mit seinem Chefredakteur durchbrannte.

Als Kriegsreporter im Irak wollte er nun Eindruck schinden und zeigen, was für ein ganzer Kerl er doch ist. Der Ex-Soldat Cassady könnte ihm dabei helfen. Er soll die Geschichte liefern, die Bob Wilton so dringend braucht. Lyn Cassady war Mitglied einer Spezialeinheit, die sich „New Earth Army“ nannte. Hippie-Krieger, deren übersinnliche Fähigkeiten - eingebildet oder auch nicht - unter der Leitung des Ober-Gurus Bill Django (Jeff Bridges) trainiert wurden. Auf dem Stundenplan standen Hellsehen, durch Wände gehen und sogar das Töten von Ziegen durch bloßes Anstarren. Ein Haufen selbsternannter „Jedi- Krieger“, die bewusstseinserweiternde Drogen nahmen und alternative Kampfmethoden entwickelten. Auf dem gemeinsamen Weg durch die Wüste, erzählt Lyn seine irrwitzige Geschichte. Dabei geraten er und Bob von einem Schlamassel ins nächste. Und umso näher die Beiden dem noch unbekannten Ziel kommen, umso klarer wird, dass die Geschichten der New- Age-Krieger von damals bis in den gegenwärtige Irak reichen. Es gibt noch eine letzte Mission zu erfüllen und sowohl Lyn und Bob als auch ein ganzer Haufen Ziegen sollen dabei eine wichtige Rolle spielen.

Regisseur Grant Heslov ist kein unbeschriebenes Blatt. Als Co-Autor von „Good Night, and Good Luck.” war er nebst George Clooney bereits für den Drehbuch-Oscar nominiert. Darüber hinaus arbeitet er in Hollywood erfolgreich als Fernsehregisseur, Darsteller und Produzent. Letzteres unter anderem für „Ein (un)möglicher Härtefall“ von Joel und Ethan Coen. So verwundert es nicht, dass sein erster großer Kinofilm in jeglicher Hinsicht wie ein Werk der eigentlich doch eher unvergleichlichen Coen-Brüder (No Country for Old Men, Fargo) daherkommt. Selbst sein grandioser Cast könnte einem Coen-Werk entsprungen sein - inklusiver der Ziegen. Hervorzuheben ist dabei George Clooney, der insbesondere in den Rückblenden als revolutionärer Friedenskrieger begeistert. Ebenso Jeff Bridges, der hier - wie auch aktuell in „Crazy Heart“ - perfekt besetzt ist.

Eine herrlich schräge Geschichte, die auf dem Sachbuch-Bestseller von Jon Ronson basiert. Der britische Autor deckt darin die abstrusen Ideen auf, die das US-Militär in der Tat angewandt hat.

Quelle: programmkino.de

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Der Film im Internet

www.ziegen.kinowelt.de

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