
"Metropolis" in restaurierter Fassung
Der Stummfilm wird musikalisch untermalt von der Neuen Philharmonie Westfalen, unter Leitung von Helmut Imig.
In einer Person vereinen sich die politische und wirtschaftliche Macht in Metropolis: Im „Neuen Turm Babel“ regiert Joh Fredersen absolutistisch über Ober- und Unterstadt. Für den Herrscher als das „Hirn“ sind Menschen lediglich ausführende „Hände“ in der Arbeitsmaschinerie. Doch das Menschliche – Liebe und Freundschaft, Revolte und Rache – vermag auch die technisierte Welt der Zukunftsstadt zu erschüttern.
Die Reichen und Mächtigen residieren in der Oberstadt. Ihre Söhne ertüchtigen sich in einem gigantischen Stadion und vergnügen sich umschwärmt von reizvollen Gesellschafterinnen in den „Ewigen Gärten“. Dort lebt auch Freder, einziger Sohn des Herrschers. Als Maria mit Kindern aus der Arbeiterstadt unverhofft in diese paradiesische Welt kommt, verliebt sich Freder in die sanftmütige Schöne.
Er möchte ihre Welt kennenlernen und erlebt die unterirdische Maschinerie als „Moloch“. Bestürzt wirkt Freder vergeblich auf seinen Vater ein, der ihn fortan von einem skrupellosen Handlanger, dem Schmalen, beschatten lässt. Angesichts einer sich anbahnenden Arbeiterrevolte konsultiert Herrscher Fredersen den Erfinder Rotwang, seinen einstigen Rivalen. Dieser zeigt ihm seine geheime Schöpfung: einen Roboter, der ihm die an Fredersen verlorene Hel, die Mutter Freders, wiedergeben soll. Fredersen schmiedet einen Plan: Die Maschinenfrau soll an die Stelle Marias treten, um die Arbeiter zu manipulieren. Zum Schein willigt Rotwang ein, um sich zu rächen: Die „falsche“ Maria soll die Stadt und Fredersens Sohn vernichten. Rotwang entführt Maria und überträgt ihre Gestalt auf den Maschinenmenschen, eine rücksichtslose Agitatorin und laszive Verführerin zugleich. Die „falsche Maria“ erschüttert Freders Liebe und setzt die zerstörerische Arbeiterrevolte in Gang. Die Herzmaschine wird zerstört, und die Unterstadt droht in einbrechenden Wasserfluten zu ertrinken.
Freder und die „echte“ Maria finden im furiosen Finale wieder zueinander. Gemeinsam rettet das Paar die Kinder aus den Wasserfluten, der Zorn des Mobs richtet sich nun gegen die Maschinenfrau, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. Auch der intrigante Erfinder stirbt im Kampf. Herrscher Fredersen und Werkmeister Groth besiegeln die Versöhnung mit einem Händedruck: „Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein.“
Infos zur Restaurierung unter: www.metropolis2710.de/de/restaurierung