
Datum: Dienstag, 14. Februar 2012
Beginn: 19.00 Uhr
Ort: Lichtburg Essen
Eintritt: 10 €
Schüler / Studenten: 5 €
Schülergruppen ab 10 Schüler: 4 €
Moderation : Prof. Dr. Claus Leggewie (KWI)
Eine Veranstaltung des Deutsch-Französischen Kulturzentrums,
des Kulturwissenschaftlichen Instituts und der Buchhandlung Proust Wörter Töne.
Die Autobiographie von Stéphane Hessel – Résistance-Mitglied, Überlebender von Buchenwald, Mitautor der Menschenrechts-Charta der UN – ist der packende Bericht über ein ungewöhnliches Leben und zugleich ein bewegendes Plädoyer für Humanität und Zivilcourage. "Tanz mit dem Jahrhundert" gleicht einem Roman und ist doch ein ganz realistisches Lehrstück in Sachen Demokratie. Wir haben ihn eingeladen, um mit ihm über sein Leben, über Unzulänglichkeiten unserer Gesellschaft, über Zivilcourage und Mut zum Widerstand zu sprechen.
Mit eindringlichen Worten rief der über neunzigjährige Stéphane Hessel in seiner Streitschrift „Empört Euch!“ unlängst zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeit in unserer Gesellschaft auf. Gegen die Diktatur des Finanzkapitalismus, gegen die Unterdrückung von Minderheiten, gegen die ökologische Zerstörung unseres Planeten. "93 Jahre. Das ist schon wie die allerletzte Etappe. Wie lange noch bis zum Ende? Die letzte Gelegenheit, die Nachkommenden teilhaben zu lassen an der Erfahrung, aus der mein politisches Engagement erwachsen ist."
Stéphane Hessels Streitschrift bewegt nach wie vor die Welt. Nach „Empört Euch!“ folgte sein Aufruf zum aktiven Einsatz für eine bessere Welt „Engagiert euch!“. Im Februar 2012 schließlich erscheint die mit dem französischen Philosophen verfasste Schrift „Wege der Hoffnung“, in der beide Denker ein radikales Umdenken in Politik und Gesellschaft einfordern. „Wir müssen für mehr Gerechtigkeit kämpfen, für bessere Integration der Immigranten und den Schutz der Umwelt. Und wir müssen mehr Verantwortung übernehmen für die, die unsere Unterstützung brauchen.“
Stéphane Hessel, Sohn des Schriftstellers Franz Hessel, wurde 1917 in Berlin geboren. 1924 zog er mit seinen Eltern nach Paris; seit 1937 ist er französischer Staatsbürger. Ab Oktober 1945 war er Vertreter Frankreichs bei den Vereinten Nationen in New York, 1948 Mitunterzeichner der Charta der Menschenrechte. Anschließend bereiste er im Auftrag der UNO und des französischen Außenministeriums als Diplomat die Welt; der französische Staat verlieh ihm den Titel "Ambassadeur de France". Stéphane Hessel lebt in Paris.
Veranstalter:
Eine Veranstaltung des Deutsch-Französischen Kulturzentrums,
des Kulturwissenschaftlichen Instituts und der Buchhandlung Proust Wörter Töne.
Pressestimmen:
"Empört euch! Die Protestschrift eines 93-jährigen Résistancekämpfers begeistert Frankreich." ZEITonline
"Genug empört, jetzt wird gehandelt!" Spiegel.de
"Ein Jahrhundertleben im wahrsten Sinne des Wortes: Der Diplomat Stéphane Hessel verkörpert wie nur wenige andere das 20. Jahrhundert." arte.tv